Italien aktuell 
Kunst und Kultur


Tauziehen um Beatrice Venezi


von Vincenzo Delle Donne, Venedig

Das Tauziehen um die neue Chefdirigentin des Teatro La Fenice,  Beatrice Venezi,  geht weiter. Und kein Ende ist in Sicht.  Denn sowohl  das  Orchester und  der Chor als auch  Intendant Nicola Colabianchi und  Kulturminister Alessandro Giuli zeigen sich unversöhnlich. Während der exzentrische Minister kategorisch auf die Ernennung beharrt, lehnt das Orchester jedoch weiterhin geschlossen Venezi  als Chefdirigentin ab Oktober 2026 ab.  Zwar versuchte Intendant Nicola Colabianchi zuletzt in mühevoller Kleinarbeit,  das Orchester zur Räson zu bringen. Doch die junge Dirigentin goss nun  mit einigen unbedachten Kommentaren zusätzliches Öl ins Feuer.  Sie sprach von der Übermacht der Gewerkschaften am berühmten Opernhaus Venedigs  und davon, dass beim Orchester "anarchische Zustände" herrschten.  Als Antwort auf die gelben Anstecker mit der schwarzen Musiknote, mit dem Orchester und Chor beim Neujahrhskonzert demonstrativ gegen ihre Ernennung  protestierten, trug sie übrigens bei Aufführungen in Pisa und Triest demonstrativ eine überdimensionale, mit Brillanten besetzte  Musiknote an ihrem Revers. 
Die Rebellion von Orchester und Chor  gegen die Ernennung von Beatrice Venezi als neue musikalische Leitung geht derweil weiter.  Sie sei zu unerfahren und könne  nicht jene künstlerische Reife vorweisen, die  für diese prestigeträchtige Position notwendig sei, so der Tenor. Außerdem beharrt man darauf, dass Chor und Orchester bei der Designierung des neuen Chefdirigenten ein Mitspracherecht hätten. Das internationale Renommee des Opernhauses stehe schließlich auf dem Spiel. Abträglich sei Venezi zudem, dass sie keine Gelegenheit ausließe, sich als Duzfreundin von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu outen.  Auf die Frage, wie die Querelle ausgehen würde, gab sich Colabianchi unlängst zuversichtlich, einen Kompromiss zu finden. „Ich gehe davon aus, dass wir letztendlich zu einer Einigung  zwischen Orchester, Chor und Ministerium gelangen“, sagte er. Schließlich gingen die Belange des Gran Teatro La Fenice vor. 
Einen unabhängigen Fürsprecher fand Venezi nun im deutschen Regisseur Henning Brockhaus, der mit ihr  in Triest bei der Aufführung von Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny zusammenarbeitete. "Ich kann die Kritik an Venezi gar nicht nachvollziehen", sagte Brockhaus, der seit über vier Jahrzehnten in Italien als Theater- und Opernregisseur zu den großen der Zunft gehört.  Denn Venezis  große musikalische Kompetenz stehe für ihn außer Frage.  Schließlich könne er das beurteilen.  




Die Fenice und der Protest


von Vincenzo Delle Donne, Venedig 



Das weltberühmte Opernhaus Teatro La Fenice in Venedig  präsentiert das Neujahrskonzert 2026 unter der Leitung von Maestro Michele Mariotti.  Die Solisten des Konzerts sind der Sopran Rosa Feola und der Tenor Jonathan Tetelman. Wir waren exklusiv hinter den Kulissen und berichten über die derzeitige Stimmung im Ensemble. Hier ist der Link zur sehr sehenswerten Filmreportage:  



Der Zauber des Markus-Doms


Von Vincenzo Delle Donne, Venedig

Jedes Jahr zu Weihnachten verzaubert ein hell erleuchteter Markus-Dom die Liebhaber der klassischen Musik. Ein seltener Augenschmaus, der mit erlesener Barock-Musik garniert wird. Einige Tage vor Weihnachten lädt standesgemäß der Erzbischof der Serenissima zum Konzert des ältesten Vocal-Ensembles der Welt ein. 
Die  Cappella Marciana, die über Jahrhunderte  mit ihrer Stimmgewalt den Dogen der Serenissima verzückte,  präsentierte  erneut unter der musikalischen Leitung von Marco Gemmani ein Weihnachtskonzert der besonderen Art: die Weihnachtsvesper von Natale Monferrato aus dem Jahr 1675.  Wahrhaft himmlische Töne schlug die argentinische Sopranistin Maria Clara Maitztegui an, die an der Barock-Orgel von Alvie Mason begleitet wurde.  Hier ist die filmische Reportage zum sensationellen Event:









Marc Chagall im Palazzo dei Diamanti von Ferrara

von Vincenzo Delle Donne, Ferrara

Anlässlich des 40. Todestages von Marc Chagall organisiert der Palazzo dei Diamanti in Ferrara eine grandiose Ausstellung über den Künstler, der zum Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts wurde. Titel der Schau: "Marc Chagall: Testimone del suo tempo."
Chagall malte in seinen phantastischen Gemälden das, was man mit Worten nicht ausdrücken kann. Gezeigt werden Bilder, die man selten zu Geischt bekommt, weil sie aus Privatsammlungen stammen.  Hier ist die exklusive Filmreportage über die besonders sehenswerte Ausstellung, die mit einer eindrucksvollen Musik untermalt wird. 









Apollo vom Belvedere im neuen Glanz

von Vincenzo Delle Donne, Rom


Der Apollo del Belvedere in den Vatikanischen Museen ist der Inbegriff der Schönheit der Antike. Sie ist eine römische Kopie aus dem 2. Jahrhundert nach Christus eines griechischen Bronzeoriginals des Athener Künstlers Leochares aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Nach ihrer Restaurierung, die vor allem Mängel an ihrer  Statik abhalf,  kann man  sie jetzt  wieder in voller Pracht bewundern.
Als Gott der Künste befehligte Apollo die Musen. Denjenigen, die sich ihm widersetzten, schickte er fürchterliche Epidemien. Konnte es eine schönere Abbildung für einen Gott geben, der seine schützende Hand über die Musik, die Medizin, den Intellekt und die Prophezeiung hielt? Gab es eine plastischere Huldigung für denjenigen, der  den Karren der Sonne und den glühenden Stern durch das Himmelsgewölbe zieht? 
Die 224 Zentimeter große Skulptur zeigt Apollo in der Bewegung, kurz nachdem er mit seinem Bogen den tötenden Pfeil auf die Schlange Python abgeschossen hat. Seine Muskeln sind noch angespannt und lassen die Kraftanstrengung erahnen, die er im Kampf vollbracht hat. Sein stolzes Haupt schmückt lockiges Haar, das im Stile eines Gottes oder eines Königs geflochten ist. Er ist nackt dargestellt - mit Ausnahme der Schulterköcher, der Sandalen und des Umhangs.
Johann Joachim Winckelmann beschrieb  diese Skulptur als das „höchste Ideal der Kunst unter allen Werken des Altertums“.  Goethe sah eine Gips-Kopie der Skulptur im Mannheimer Antikensaal zum ersten Mal und zeigte sich erschüttert.  In einem Brief aus dem Jahr 1777 schrieb er: „Mein ganzes Ich ist erschüttert, das können Sie denken, Mann, und es fibrirt noch viel zu sehr, als daß meine Feder stet zeichnen könnte. Apollo von Belvedere, warum zeigst du dich uns in deiner Nacktheit, dass wir uns der unsrigen schämen müssen?“




Leonardos Mutter Caterina bzw.  Chataria war eine kaukasische Sklavin

von Vincenzo Delle Donne

Nicht nur die frühkindliche Geschichte des Universalgenies  Leonardo  da Vinci muss neu geschrieben werden, sondern auch Leonardo selbst erscheint jetzt in einem ganz  neuen Licht. Denn seine leibliche Mutter war eine schöne und starke Sklavin aus dem Kaukasus.  Der erste Universalgenie der Renaissance war gewissermaßen nur zur Hälfte ein Toskaner. Aus  einem jüngsten Fund im Staatsarchiv in Florenz geht  nämlich hervor, dass Piero da Vinci, Leonardos Vater, die Sklavin Chataria im November 1452 von ihrer florentinischen Herrin Monna Ginevra freikaufte.  Zu diesem Zeitpunkt war Leonardo schon ein halbes Jahr alt.  Der  Notar aus Vinci hatte sie geschwängert,  als sie noch eine Sklavin war und  sich als Amme  verdingen musste.
In den Annalen hieß es bislang, dass Leonardos Mutter  nur eine einfache Magd war.  Jetzt lässt sich allerdings belegen, dass die junge Kaukasierin von der Venezianern gekauft und als Sklavin über Konstantinopel und  Venedig nach Florenz gelangte.  Gefangen wurde sie in der östlichsten Kolonie Venedigs: an der Mündung des  heute russischen Flusses Don,  der im Asowschen Meer mündet. Ihr Schicksal war mit dem von Piraten, Soldaten, Abenteurern und Kurtisanen verknüpft, und sie wurde mehrmals wiederverkauft.   Chataria gebar  unzählige Kinder und starb 1494 bei ihrem berühmten Sohn in Mailand.


 
Römische Mona Lisa gefunden


von Vincenzo Delle Donne, Rom


 

In Rom wurde Mitte  Februar 2022 ein sensationeller Fund gemacht.  Im Montecitorio-Palast, dem Sitz der italienischen Abgeordnetenkammer,  fand man in einem entlegenen Depot die "römische Mona Lisa". Im Palazzo Barberini, das zu den wichtigsten Museen Roms gehört,   schlummerte das  Gemälde  über ein Jahrhundert lang und war Teil der Torlonia-Sammlung, bis das Tafelbild  1925 an das römische Parlament ausgeliehen wurde.
Die Kopie des  berühmtesten Gemäldes der Welt  stammt wahrscheinlich von Leonardos  Mailänder Schüler  Bernardino   Luini und ist so perfekt,  dass Leonardo selbst  wohl Hand anlegte. Im 18. Jahrhundert wurde  das Tafelbild  auf eine Leinwand übertragen.
Wer war die verschmitzt lächelnde, sinnliche  Frau? Lisa Gherardinini, die Ehefrau des reichen Florentiners Francesco del Giocondo, der das Portrait bei Leonardo in Auftrag gab? Oder stellte sie gar die Kurtisane Pacifica Brandani aus Urbino dar und hatte vielleicht  ihr Liebhaber Giuliano de’ Medici das Gemälde in Auftrag gegeben? Antworten auf diese spannenden Fragen und auf das turbulente  Leben des Universalgenies  aus Vinci finden Sie in  Vincenzo Delle Donnes Leonardo-Biographie  „Avanti, avanti, Leonardo!“, die 2019 anlässlich des 500. Todestages von Leonardo auf Deutsch erschien. 



Ein einzigartiges Buch zu Venedigs  1604. Geburtstag


Das  Buch  Venedig: Liebe, Leid und Laster von Vincenzo Delle Donne erzählt die Geschichte Venedigs durch besondere Menschen, die hier lebten, liebten oder starben. Ausgehend von der Flucht in die Lagune und der Gründung der Stadt, bis zum Aufstieg zur mächtigen Seerepublik und deren Untergang erzählt der italienische Journalist aus dem Buch des Lebens von großen Venezianern wie Marco Polo, Antonio Vivaldi und Giacomo Casanova, aber auch von berühmten Venedig-Reisenden wie Lord Byron, Richard Wagner und Peggy Guggenheim, die in der Lagunenstadt ihren Tod oder ihr Glück fanden. So nimmt mosaikartig ein ganz neuartiges Venedig-Bild Konturen an. Eine akribische Spurensuche, die natürlich weder die Maskeraden des Karnevals noch den Glanz seiner großen Maler Giorgione, Tiziano und Tintoretto auslässt. Mit viel Liebe zum biographischen Detail eröffnet sich dem Leser so das intime Wesen der einzigartigen Stadt durch die Jahrhunderte und die Geschichte, in der sowohl Giacomo Casanova seine Liebeskünste zelebrierte als auch geniale Kurtisanen zu Dichterinnen und selbstbewusste Frauen zu Musen für grandiose Maler und unheilvolle Diktatoren wurden. 

Hier kann das Buch bestellt werden:

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Delle-Donne-9783754145500/116267



Die Mona Lisa: ewiges Rätsel?

von Vincenzo Delle Donne



Die Mona Lisa: Leonardo da Vincis Frauenportrait ist das berühmteste Gemälde  der Welt und hängt im Pariser Louvre. Das Universalgenie  malte oft seine Bilder nicht zu Ende. Das war  bei der Mona Lisa nicht anders, die sein ständiger Begleiter wurde.  Denn er verstand sich  in erster Linie als  Erfinder.  Nur rund 14 Gemälde werden Leonardo eindeutig zugeschrieben.  Mit seiner  Mona Lisa erreichte die Portraitmalerei der Renaissance gleichwohl ihren Höhepunkt.
Jahrhundertelang rätselte man, wer diese Frau gewesen sei, die ironisch und sinnlich den Betrachter anschaut.  Was wurde in dieses Gemälde nicht alles hineininterpretiert, von dem es unzählige Kopien gibt: Es würde die Kaufmannsfrau Lisa del Giocondo darstellen,  sei ein Selbstportrait Leonardos,  eine Darstellung seines  geliebten Dieners  Salaj. Oder eine Mischung aus alledem, um das perfekte Portrait zu erstellen.
Wer war eigentlich die Mona Lisa und wie viele  Mona Lisa-Bilder malte Leonardo?   Neueste Archivfunde, über die wir hier exklusiv berichten,  werfen ein neues Licht auf die Entstehungsgeschichte dieses einzigartigen Frauenportraits und dürften für hitzige Debatten unter Kunsthistorikern sorgen.




Die Restaurierung der Alexander-Schlacht

von Vincenzo  Delle Donne, Neapel 




Pompeji, die antike römische Stadt am Vesuv, wurde  79 nach Christus unter Meter hoher Lava-Asche begraben.  Fast 1700 Jahre wurde die Stadt so unfreiwillig für die Nachwelt  konserviert.  Seit 1748 graben hier Archäologen und fördern Sensationelles zu Tage: so z.B.  in der berühmten  Villa del Fauno, der Villa des Fauns.  Nach einzigartigen  Faun-Skulptur benannt, die  hier gefunden wurde und später viele Künstler inspirierte.   Das absolute Highlight des Archäologischen Nationalmuseums   von Neapel stammt aber auch aus der Villa del Fauno: Es ist das  monumentale Mosaik aus dem 2. Jahrhundert vor Christus, das  die legendäre  Schlacht Alexander des Großen  gegen  den König Darius III. von Persien darstellt.  Die  Schlacht von Issos oder Gaugamela, die den jungen mazedonischen König im vierten Jahrhundert vor Christus  unsterblich machte.


Eine Restaurierung dieses grandiosen Mosaiks, das in jedem Geschichtsbuch der Welt abgebildet wird,  ist jetzt unbedingt notwendig.  „Wir werden zunächst das  gesamte Mosaik abnehmen. Dann  wollen wir  mit den modernsten  Techniken genau feststellen,  ob das Mosaik nur auf der Oberfläche beschädigt ist oder ob auch der Untergrund Schäden aufweist", sagt die Leiterin der Restaurierung, Amanda Piezo.  Denn es könnte sein, dass die  jetzt sichtbaren Oberflächenschäden vom Untergrund herrührten.





Raffaello di Sanzios 506. Todestag: Der Meister der Natur 


von Vincenzo Delle Donne, Rom




Schöne, unglaubliche  und absurde Legenden ranken sich um Raphaels Geburts- und Todestag. Am Karfreitag geboren zu werden, was wahrscheinlich unzutreffend und wohl Giorgio Vasaris grenzenlosem Schwärmen geschuldet ist,   und am 6. April 1520 ebenfalls an einem Karfreitag viel  zu früh zu sterben,  wurde  im „unheiligen Rom“ als Zeichen Gottes gewertet. Was Jesus für das Christentum war, sei Raphael gewissermaßen für die Renaissancekunst gewesen, so die Lesart der Zeitgenossen, die nebenher das Adjektiv „göttlich“ suggerierten.   Mit nur 37 Jahren  nach einer  15tägigen,  mysteriösen Krankheit zu sterben, die ein stetig ansteigendes  Fieber verursachte und gegen die die behandelnden Ärzte  mit wiederholtem Aderlass vorgingen,   nährte zusätzlich endlose Spekulationen. Vasari bezeichnete die Krankheit als „Liebeskrankheit“.   Es kursierten aber  viele Gerüchte über seinen Tod.  Andere Quellen sprechen  von Vergiftung. Aber von wem und warum?  Hatten Raphaels Konkurrenten wie Michelangelo vielleicht  ihre Hand im Spiel? Für diese wilden  Spekulationen  gab es nie den Hauch eines  Beweises.


Biographie zum 507. Todestag von Leonardo da Vinci


Wie wurde der uneheliche Sohn eines ländlichen Notars  zum Universalgenie der gesamten  Menschheit? 500 Jahre nach seinem Tod ist bei Leonardo  immer noch  rätselhaft: sein Aussehen,  seine Gemälde, die Wendungen seines Lebens. Auf dem Wissen der Antike aufbauend  leitete Leonardo da Vinci  die Ära des modernen Menschen  ein. Er war dabei stets ein Getriebener,  ein Rastloser, ein Suchender.    Leonardo war  dafür bekannt, Pläne nicht zu Ende zu bringen, Bilder oder Skulpturen unfertig zu belassen oder andere Desaster zu hinterlassen, weil sein Interesse plötzlich von anderen Dingen vereinnahmt wurde. Leonardo  war Maler, Architekt, Erfinder,   Homosexueller, Linkshänder, Vegetarier und Humanist.  Heute verehren wir Leonardo als Maler, der die Kunst der Renaissance revolutionierte. Doch seine fürstlichen Auftraggeber  lobten und umwarben den Forscher, den Militärstrategen und höfischen Unterhalter  in ihm, der mit seinen bahnbrechenden Entdeckungen ein neues Zeitalter einläutete ―und ein altes, neues Denken erfand. Dabei erhob er die „Erfahrung“ zur höchsten Maxime menschlichen Handels.  Leonardo da Vinci hinterließ eine Enzyklopädie des Wissens seiner Zeit und wagte sich in Sphären, die  bis dahin als absolute Tabus galten.

Vincenzo Delle Donne erzählt in seinem Buch "Avanti, avanti, Leonardo!" (Aus dem unheiligen Leben des Universalgenies aus Vinci)  spannend und erhellend Leonardos  beispiellose Karriere – wie er  zum Protagonisten  der Renaissance in Florenz   und zum Vater einer gesamten Künstlergeneration wurde.  An Leonardo maßen  sich Michelangelo und Raphael, die ihn  schließlich  künstlerisch überstrahlten. 

Die Biographie gibt es sowohl als gedruckte Ausgabe als auch als eBook. Man  kann man sie  bei Amazon kaufen bzw. bestellen. 



Tintoretto: Rebell und Malergenie 

von Vincenzo Delle Donne, Venedig




Tintoretto, übersetzt Färberlein, wie er  abschätzig genannt wurde,  war  ein Autodidakt und nach dem florentinischen Künstlerbiographen Vasari  “leidenschaftlich”,  “schrecklich” und  verfügte  über einen unbändigen Willen.  Sein wahrer Name war  Jacopo Robusti und er orientierte sich an Michelangelo, Raphael und Giulio Romano. Den Spitznamen  erhielt er, weil sein Vater Stofffärber in der Lagunenstadt  war. Meisterlich konnte er  in seinen Bildern mit der Perspektive und dem Licht umgehen und schaffte Werke voller Bewegung, Dramatik  und  Widerspruch.    Die  Musei Civici di Venezia  und  die  National Gallery of Art di Washington feiern  nun mit hinreißenden Ausstellungen   den   500. Geburtstag  des Künstlers, der neben  Tiziano, Giorgione  und  Veronese  nicht nur die Malerszene  in Venedig, sondern  auch die  Spätrenaissance in Italien und in Europa beeinflusste.  




 

 

 

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